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Der WMF Club musste letzte Woche relativ unvermittelt und überraschend schließen. Mal wieder, wohlgemerkt, denn das WMF ist die konsequenteste Institution der Club Wandergemeinschaft, die Berlin so zu bieten hat. In 17 Jahren gab es 8 verschiedene Standorte, zuletzt im ehemaligen Telekomgebäude in der Klosterstraße 44. Aus der geplant temporären Eventlocation wurde dann aber doch ein Club.

Laut Veranstalter wurde der Mietvertrag fristlos gekündigt, anscheinend hat das Geld nicht gereicht, bereits organisierte Events werden in den nächsten Wochen auf andere Locations verlegt. Auch, wenn die Geschichte des WMF irgendwie dazu einlädt, mit den Achseln zu zucken und zu sagen sollte es einfach nicht sein bin ich wirklich ein bisschen enttäuscht. Im Berliner Clubwirrwar hat das WMF in den letzten Monaten seit der Wiedereröffnung im Sommer das mutigste und originellste Booking in Sachen Elektropartys organisiert, eines, das sich wirklich zeigen ließ und von internationalen DJ Größen bis hin zu den lokalen Künstlern alles beinhaltete, was das Tanzherz begehrt. Dabei war vor allem die Vielfalt im Genre das, was mich persönlich überzeugte, von Dubstep über TechHouse bis zu wunderbaren IDM Sessions gab es augenscheinlich keine Barrieren.

Hier gibt es keine Verschwörungstheorien, in der PM auf der WMF Seite steht selbst, dass man sich aufgrund wirtschaftlicher Bedingungen verabschieden muss. Verwunderlich ist lediglich die Kurzfristigkeit der Kündigung, wo der Standort sowieso nur bis Mai sicher gewesen wäre (im Sinne von kurzfristig? Da hat sich wirklich einer verrechnet Hier und da wird die Geldknappheit auf den apokalyptischen Winter und auf die Wirtschaftsflaute (somit also auch auf das Wegfallen von wichtigen Industrie Events) geschoben. Aber das ist vor allem deshalb so bitter, weil kein Stammpublikum (und anscheinend auch kein großartiges Marketingkonzept) existierte, um dem entgegen zu kämpfen.

Ich erwähne das, weil letztes Jahr erst die Clubsterben in Berlin Debatte langsam abgeklungen ist, und damals in dem Zusammenhang auch oft erwähnt wurde wie langweilig das Repertoire der Technohochburg Berlin eigentlich geworden ist. Da schafft es also ein Club, sich von der übrigen Mentalität der Stadt abzuheben und wird damit bestraft, dass sich kein Stammpublikum bilden kann, angeblich weil gerade diese Flexibilität ein ordentliches (Berliner!) Klientel verhindert.

Ich weiß nicht, ob ich das so kaufen will dass das WMF etwa nicht gut oder genug gewesen sei, als dass sich kein Stammpublikum hätte bilden können. Vielleicht spielt der Zeitfaktor eine Rolle, etwas weniger als ein Jahr ist nun mal nicht viel. Andererseits ist das nicht nur mit dem WMF so, das Genörgel ist ja vor allem in den einschlägigen Foren laut zu hören hier zu mainstream, da zu teuer, wo etwas Neues aufmacht ist man erst recht skeptisch. Ist es also tatsächlich Funke der fehlt, oder die grundsätzliche war alles so viel besser die es so schwierig macht? Oder die typische Berlin Krankheit, sich genau einer Sache (zum Beispiel dem Techno) verschreiben zu müssen, um ernst genommen zu werden?

Persönlich habe ich das WMF nur in der Klosterstraße erlebt. Ich fand es gut, angenehm, gerade im Kontrast zum Rest (übrigens, ja, ich weiß früher war es bestimmt besser!). Ich weine keine Tränen um das Clubprofil Berlins es werden andere Clubs kommen, die Stadt wächst organisch, und wenn sich eine Tür schließt, rennen woanders die Leute gleich die nächste ein. Solange das Berghain noch steht, bezahlen die Touristen auch weiterhin und diejenigen, die schon vor 17 Jahren da waren, als das WMF noch ein besetztes Haus war,
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zucken mit den Achseln und sagen WMF? dit kommt och wieda schade ist es trotzdem.

(Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann der oder der beitreten. Hackescher Markt. Damals war Berlin Techno. Heute ist Berlin gefühlt vielfältiger und nicht mehr so sehr Techno verortet. Könnte das eine Antwort darauf sein, dass es zuletzt kein Stammpublikum mehr gab?

PS: Ich glaube wirklich, dass das WMF wiederkommen wird ; ) Wenn ich mich recht entsinne gab es schon mal eine Zeit, in der das WMF eher Tour war als eine 100%ige Location zu haben.

das was das WMF an Programm gefahren hat wächst seit Jahren ziemlich gut in Berlin. von Villa über Rio/Scala, Icon, Ritter Butzke und zahllosen anderen kleineren Sachen. Berlin ist so bunt wie nie zuvor aber: einen Club in Berlin zu machen ist nach wie vor ein Glücksspiel selbst in der Klosterstrasse, selbst für ein WMF, selbst mit dem vermeintlich ach so beliebtem Techno der die Stadt so vermeintlich regiert. Etwas, dass so flexibel ist, unterstüzt eigentlich kein Stammpublikum. Daher gilt die Frage doch vielmehr den Leuten, die hier sind und solche Läden NICHT besuchen; sind DIE so auf Techno fixiert bzw so kritisch, dass soetwas wie das WMF gar nicht gerne besucht werden will?

Oder ist das alles jetzt doch viel zu hypothetisch 😉

24.03.2010 um 16:43 die laufenden Läden haben Stammpublikum. auch das WMF hat/hatte ein Stammpublikum. das etwas flexibel ist, schliesst Stammpublikum nicht aus. jedenfalls nicht in Berlin, ich kenne es auch gar nicht anders. WMF, Cookies, Casino auch das Berghain/Panoramabar, Club der Visionäre, Bar 25 (lassen wir jetzt mal den Fakt unbeachtet, das das alles eher Clubs sind), alles Läden die NUR auf Grund von Stammpublikum überlebt haben. und an der Stelle wird auch ein Grund von Schliessungen zu suchen sein man hat das Stammpublikum nicht halten können, zB auf Grund von zu langen Pausen und Generationswechseln. die Berliner Club Nomaden Idee ist eine ziemlich einmalige, meines Wissens nach, geboren aus der Möglichkeit Räume zwischennutzen zu dürfen, was natürlich die Lebensdauer eines Club bestimmt (Scala) und Flexibilität voraussetzt. das der permanente Neubeginn an anderer Stelle in den letzten 20 Jahren so normal geworden ist beweist eher Berliner das gut findet, auch wenn er am liebsten nur zu den Eröffnungen und Schliessungen dieser Läden geht. . da ist wirklich etwas Wahres dran 🙂

Und ja, diese Clubnomaden Geschichte gibt es tatsächlich nur in Berlin, das macht es auch sehr, sehr sympathisch. Es macht auf jeden Fall Spaß die Perspektive eines jemanden kennen zu lernen, der wirklich schon Erfahrungen mit dieser Wanderschaft gemacht hat; für mich persönlich war das eher so ein jetzt hat ein guter Club dicht gemacht während sich alle in meinem Umkreis darüber beschweren, dass es keine guten Clubs mehr gibt stimmt ja, und diese Aufbruch Andock Stimmung ist genau das, was in Berlin vorantreibt und nicht der Techno.

erstmal stimme ich deinem artikel grundsätzlich zu. ich war auch einer der ersten der sich gefreut hat, dass das wmf wieder aufmacht. begleite den club nun auch schon seit der johannisstraße. leider hat mich genau die location klosterstraße als stammgast verloren. nicht wegen des tatsächlich guten line ups, sondern dem ambiente. für mich war es das absolut gruseligste, in dem das WMF jemals war. die gründe kann man jetzt suchen wo man will sei es die gymnasium 60s decke oder das lieblos die außenbar auf den mainfloor geklatscht wurde sei es der schlechte da wo sich andere clubs mittlerweile echt gedanken machen, hat das WMF als jahrelanger vorreiter, diesmal versagt. keine entwicklung sondern eher stagnation. bei einem eintrittspreis von 12 war die enttäuschung so groß, dass ich es vorgezogen habe, nicht mehr hinzugehen.

ritter butzke war übrings nur wegen des umbaus ihrer stammlocation im exil. sind ja schon seit längerem wieder in der ritterstraße. das exil war übrings für mich eine der besten locations der letzten 6 jahre. selten einen club erlebt, der alles richtig gemacht hat. wer es gesehen hat,
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weiß was ich meine 🙂