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Interview geführt von Manuel Berger

In der Ibn Rushd Goethe Moschee erklärt uns Orphaned Land Sänger Kobi Farhi nicht nur, warum er mit seinem neuen Album „Unsung Prophets Dead Messiahs“ eine Rückkehr zu großen Konzepten wagt. Es geht auch um Roger Waters, Gewalt im Metal, Reality TV, politische Entwicklungen in der Türkei, Huxleys „Schöne Neue Welt“ . und den Allerwertesten von Kim Kardashian.

Normalerweise finden Pressetage in Bars, Hotels oder Labelräumen statt. Kobi Farhi, Sänger der israelischen Prog Metaller Orphaned Land, quartiert sich bei seinem Berlin Besuch dagegen in einer Moschee ein. Und nicht etwa irgendeiner, sondern in der Ibn Rushd Goethe Moschee, die schon vor ihrer Eröffnung im Juni 2017 in den Schlagzeilen stand. Die liberale Ausrichtung des Glaubenshauses stößt konservativen Muslimen sauer auf, es hagelt Morddrohungen weil eine Frau die Moschee betreibt, weil Frauen hier predigen dürfen, weil Frauen und Männer hier gemeinsam beten dürfen, weil Homosexuelle hier willkommen sind. Gründerin Seyran Ate steht unter ständigem Polizeischutz, sie ist beim Treffen mit Orphaned Land leider selbst nicht anwesend.

Dafür bekommt die Moschee von jemand anderem Besuch: Um die Mittagszeit schneit eine Gruppe Schulkinder herein, um sich die Räumlichkeiten auf dem Gelände der evangelischen St. Johannis Kirche anzusehen. Da wir vom Label jede Menge Zeit eingeräumt bekommen, entscheidet sich Farhi spontan dazu, das Interview kurz zu unterbrechen und im Gebetsraum Hallo zu sagen. Wenig später ist er umringt von gut zwanzig Kindern, spricht mit ihnen auf Arabisch, erzählt von seiner Vision von Toleranz. Dazu hat der mehrfache Friedenspreisträger natürlich vor und nach dem Nachwuchs Intermezzo im Gespräch mit uns ebenfalls eine Menge zu sagen, setzt er sich doch mit seiner Band seit Jahrzehnten für das Schlagen von Brücken zwischen scheinbar unüberbrückbaren Kultur und Religionsgrenzen ein.

Kobi, wir befinden uns hier in einer Moschee auf dem Gelände einer evangelischen Kirche. Du bist Jude wie fühlt sich das für dich an? Perfektes Setting oder?

Es ist wirklich die perfekte Kombination für Orphaned Land. Aufgewachsen bin ich in Jaffa, eine gemischte Stadt von Juden, Muslimen und Christen. Nach so etwas suche ich immer. Mein Label kennt mich das ist die perfekte Location für Interviews. Viel besser als in einer Bar mit einem Bier. Es gibt dir den Vibe von Orphaned Land.

Dass du hier bist, ist sowohl für die Band als auch die Moschee ein starkes Zeichen.

Ja, ganz besonders dieser Ort reflektiert viel vom Spirit der Band. Die Moschee wird von einer Frau betrieben, einer sehr revolutionären. Es ist sogar mehr als ein besonderer Ort, denn das Thema unseres neuen Albums sind „Unsung Prophets Dead Messiahs“ unbesungene Propheten und tote Messiasse. Wir singen über die vielen Revolutionäre in der Geschichte, die getötet wurden. Wir sprechen im Konzept das Höhlengleichnis an. Platon schrieb es vor 2.500 Jahren. Er schrieb es, weil die Griechen Sokrates getötet hatten. Sokrates war für ihn die Weisheit, das Licht, der Philosoph doch sie töteten ihn. Platon schrieb das Gleichnis, weil er etwas über das menschliche Verhalten erkannt hatte. Ich kann dir Parallelen dazu in den letzten tausend Jahren aufzählen: Immer wieder fielen Revolutionäre Mordanschlägen zum Opfer. Modernere Beispiele wären zum Beispiel Martin Luther King und Mahatma Gandhi, Jitzchak Rabin aus Israel und Anwar as Sadat aus gypten und Che Guevara. Sie alle waren Revolutionäre und sie alle wurden getötet. Das sind „Dead Messiahs“. Hätten sie zu biblischen Zeiten gelebt, wären sie Messiasse wie Jesus Christus gewesen. Es ist nur eine Frage des Timings.

Wer weiß, wie sie in 2.000 Jahren gesehen werden.

Stimmt. Du findest einfach so viele Beispiele von Revolutionären, die getötet wurden. Die Menschen wollen einfach nicht ihre Höhle verlassen. Innerhalb von Tausenden von Jahren haben wir uns soweit entwickelt, dass wir heute solche Dinger herstellen können (deutet auf den Voice Recorder und Smartphones), wir haben Vehikel mit Rädern und inzwischen sogar Raumschiffe! Doch das Zwischenmenschliche ist unverändert geblieben. Noch immer bringen wir uns gegenseitig um, noch immer verstehen wir einander nicht. Frauen werden nach wie vor unterdrückt auch in liberalen Gesellschaften. Deshalb ist es wichtig, hier zu sein. Eine Revolutionäre betreibt diesen Ladenund sie bekommt Todesdrohungen deswegen genau wie die anderen Genannten. Und wer weiß, ob ihre Gegner Erfolg haben werden, ihr wehzutun, oder nicht.

Denkst du, die Sache könnte sich noch verschlimmern, wenn gewisse Leute davon erfahren, dass du heute hier bist?

Haters will hate. Immer. Extremisten werden immer Extremisten sein. Ich weiß es nicht. Ich bin nicht hier, um zu provozieren. Ich bin hier, um zu unterstützen. Aber was auch immer die Leute darunter verstehen, sie werden es so interpretieren wie sie möchten.

Du wirst es nicht ändern können.

Eben. Einigen wird nicht gefallen, dass ich mit Metalhorns neben dem Koran posiere. Aber ich tue das auf respektvolle Weise meines Wissens nach, jedenfalls. Ich nutze dieses Zeichen auf respektvolle Weise. Wie gesagt: Ich bin hier, um zu fördern. Unser Album beschäftigt sich mit Revolutionären, die für und wegen ihrer großartigen Ansichten starben. Und ich befinde mich hier an einem Ort, wo vielleicht eine weitere genau deswegen sterben könnte.

Wir werden später noch ausführlicher auf die Thematik zurückkommen. Konzentrieren wir uns jetzt eine Weile auf die Musik und das neue Album. Eure letzte Platte „All Is One“ liegt inzwischen fünf Jahre zurück. Kannst du kurz zusammenfassen, was seitdem alles passiert ist? Zum Beispiel gab es ja das „Kna’an“ Projekt .

Ja, „Kna’an“ war ein Nebenprojekt, das wir fürs Theater geschrieben haben. Es ist also nicht wirklich ein Orphaned Land Album. Ansonsten sind wir viel getourt, haben Orte bereist, an denen wir vorher noch nie waren. Ich finde, das neue Album führt gewissermaßen den Faden von „All Is One“ fort. Genauso orientieren wir uns damit aber auch zurück zu den früheren Konzeptalben. Ich singe höher als auf vorhergegangenen Platten. Meine Vocals sind in bestmöglicher Form. Es ist immer gut, wenn es sich anfühlt, als wäre dein neues Album dein bestes. Wir sind in jeglicher Hinsicht zum nächsten Level gelangt. Fast zwei Jahre lang habe ich gebraucht, um das Konzept und die Message festzulegen. Wir tun das inzwischen seit 26 Jahren und natürlich musst du da überlegen, wie du es jetzt angehen möchtest.

„Unsung Prophets“ ist das erste Album ohne Yossi Sa’aron an der Gitarre. Wie war das für dich?

Es fühlt sich toll an. Nicht,
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weil Yossi kein guter Gitarrist wäre er ist großartig! Wir sind auch nach wie vor befreundet und treffen uns ab und zu auf einen Kaffee. Es fühlt sich toll an, weil Orphaned Land dieser Geist innewohnt, der über den Musikern der Band steht. Wenn du Gitarre spielst und den Geist der Band kennst, kann ich dir beibringen, für Orphaned Land zu spielen. Sein Weggang tat beiden Seiten gut ihm und uns. Er wollte sich auf seine Solokarriere konzentrieren und wir sind der Meinung, ohne ihn unser bestes Album geschaffen zu haben. Wir wussten nicht, ob wir dazu in der Lage wären, doch ja: sind wir. Denn es gibt in dieser Band nicht das eine Mastermind. Aber warten wir mal ab, was die Fans sagen, haha. Ich hoffe, sie nehmen es gut auf.

„Musik ist eine Waffe!“Ihr geht auf „Unsung Prophets“ wieder komplexer und auch brutaler zu Werke. War das hauptsächlich eine musikalische Entscheidung oder trug das gewählte Konzept ebenfalls dazu bei?

Wir haben schon immer gerne Konzeptalben gebaut. „All Is One“ war keines. Es hatte zwar eine sehr starke Message, folgte aber keinem Konzept, hatte kurze Songs und griffige Titel: „Brother“, „Children“, „Fail“. Wir fanden, diesmal sollten wir wieder zurück zum Konzeptalbum kommen. Zwar würden wir die heutigen Produktionsstandards und Sounds beibehalten, uns ansonsten aber eher an den früheren Alben wie „Mabool“ und „The Never Ending Way Of ORWarriOR“ orientieren, wo wir lange Songs haben und auf dem Album eine komplette Geschichte erzählen. Es soll wieder stärker werden. Bei „All Is One“ wollte ich eigentlich auf Growls verzichten, habe es dann aber doch nicht geschafft. Jetzt gibt es wieder mehr von ihnen. Das ist wohl ein Teil von mir, den ich einfach nicht gehen lassen kann, auch wenn ich einmal dachte, ich könnte. Trotzdem habe ich heute auch mehr Raum, meine Clean Vocals zu entfalten. Wir nutzen sie auf sehr gute Weise, wie ich finde. Sowohl mit den Growls als auch den Cleans bin ich sehr glücklich.

Komplexe, progressive Musik wurde von Diktaturen in der Historie häufig unterdrückt, weil sie auf gewisse Weise „provokant“ erschien. Ist das auch ein Grund, warum du dich mit Orphaned Land in diese Richtung orientierst als Weg, Freiheit auszudrücken?

Ja. Musik ist eine Waffe eine positive Waffe zwar, aber nichtsdestotrotz eine Waffe. Und wir benutzen in unserer Musik auch viele Elemente, die Diktaturen anwenden, zum Beispiel Radioeffekte. Wir nutzen Zensur Sounds, dieses Piepen. Das Label hat mir erzählt, dass Journalisten angerufen haben und wütend fragten, warum sie die Band zensieren.

Darauf wollte ich noch zu sprechen kommen. Das Piepen ist schon Absicht, nicht wahr?

Wir nutzen es als Zeichen für Zensur. Wir zensieren uns selbst. Im Booklet siehst du auch die gelöschten Stellen dazu.

Und wenn du genau hinsiehst, erkennst du auch, was ursprünglich dort stand.

Genau, du erkennst das Wort noch immer. Wir wollten Motive von Propaganda, Zensur, Diktatur in der Musik verwenden. Also nutzen wir Radiowellen, Beep Samples, Weißes Rauschen. Wir mögen diesen Klang . der Medien! Die Leute fragen: „Wer hat sie zensiert? Das Label?“ Es ist ein guter Trick, Zensur zu thematisieren. Ich finde das super. (grinst)

Im Booklet zum Album findet sich eine beeindruckend lange Gästeliste. Auf Steve Hackett möchte ich gleich noch separat zu sprechen kommen. Kannst du mal kurz zusammenfassen, wer sonst noch alles mitgewirkt hat?

Zunächst mal ist da Hansi Kürsch von Blind Guardian. Er singt bei „Like Orpheus“, der ersten Single. Was soll ich sagen? Er ist ein großartiger Sänger. ber Orpheus heißt es in der griechischen Mythologie, dass selbst die Stürme es mochten, wenn er sang. Hansi ist wie ein moderner Orpheus! Er spielt die Rolle des Helden, der aus der platonischen Höhle herausgetreten ist. Tomas Lindberg von At The Gates, der im letzten Song, „Only The Dead Have Seen The End Of War“, growlt, repräsentiert dagegen mehr die Stimme der Wahnsinnigen, die die Höhle nicht verlassen wollen. Du kennst Platons Höhlengleichnis oder? Es ist doch verrückt, dass die Leute ihre Höhle nicht verlassen wollen und den Kerl, der hinausgeht, als Irren ansehen und ermorden. Das ist, was Mahatma Gandhi, Martin Luther King und all den anderen zugestoßen ist.

Ich finde es super, dass wir zwei so verschiedene Sänger auf der Platte haben. Der eine kommt vom Power und Heavy Metal, der andere vom schwedischen Death Metal. Aber beide passen hervorragend in ihre theatralischen Albumparts. Abgesehen davon hörst du zwei Violinen, die wir in der Türkei aufgenommen haben, und einen Chor, den wir in Israel aufgenommen haben. Wir haben also in drei Ländern aufgenommen: Isreal,
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Türkei und Schweden.