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Ein Amerikaner und ein Russe auf dem Hauptbahnhof in Moskau. Der Russe schwärmt von den Hochgeschwindigkeitszügen, die im Minutentakt von Moskau aus hinaus in die ganze Welt fahren. Der Amerikaner sagt: wir stehen jetzt seit einer Viertelstunde hier und kein Zug ist gefahren.

Der Russe antwortet: Ihr seid schlecht zu Euren Negern. diesen Witz aus der Zeit des Kalten Krieges muss ich immer denken, wenn ich Filme von Michael Moore sehe.

Amerikaner sind ungebildet, diese Weisheit ist Allgemeingut. Dass die amerikanischen Schüler bei der PISA Studie deutlich vor unseren kleinen Dichtern und Denkern lagen, kann diese Erkenntnis nicht trüben.

Das Gesundheitswesen in den USA ist unterentwickelt. Das mag sein. Schaut man sich aber die Liste der Medizin Nobelpreisträger der vergangenen Jahrzehnte an, fällt auf, dass die Deutschen der weltweiten Medizin nicht allzu viel gegeben haben.

Und das deutsche Gesundheitssystem?

Nein, alte Menschen werden bei uns sicher verwahrt, werden an Stühle gefesselt, bekommen Pampers verpasst, die zwei Tage lang halten, werden mit Beruhigungsmitteln vollgedröhnt und im Minutentakt abgefertigt.

Die ersten Monate meines Zivildienstes verbrachte ich in einem Altenheim.

Zwischen 6.30 Uhr und 7.30 Uhr weckte ich acht Greisinnen und Greise, wusch sie, zog sie an und schob sie auf den Flur. Das ist gut zu schaffen, ich musste als Neuling nicht sofort das volle Pensum machen. Gut zu schaffen, wenn keiner sich von Kopf bis Fuß eingekotet hat, wenn keiner schreit und sich an seinem Bett festhält. Da aber nur eine Nachtschwester für siebzig Patienten zuständig war, übersah sie gerne mal die, die sich ihre Pampers runtergerissen und die Nacht damit verbracht hatten, ihre Scheiße über ihrem Körper zu verteilen.

Um acht Uhr gab es Frühstück, um 12 Uhr Mittagessen, dann Mittagsschlaf, dann Kuchen, dann Abendessen, um 20.00 wurden die Insassen ins Bett gebracht.

Wer noch nicht verwirrt war, wenn er ins Heim kam, der wurde es spätestens durch diesen Tagesablauf. Ein recht fideler Neunzigjähriger, der nur weinen musste, wenn er von seiner Frau sprach, die dreißig Jahre zuvor verstorben war, wurde mit Beruhigungsmitteln benebelt, weil er um 20.00 Uhr gern noch die Tagesschau gesehen hätte, wie er es seit unerdenklichen Zeiten getan hatte. No fucking Way, der Ablauf war heiliger noch als die Sonntagsmesse. Die sehr heilig war.

Die Menschen starben wie die Fliegen und die, die nicht starben, beneideten die Toten.

Die Heimleitung war nett und bemüht, die Pflegerinnen brüllten die Patienten zusammen, wenn diese sich vollgekotet hatten. Nicht, weil sie böse gewesen wären. Fürs Vollkoten war nur keine Zeit.

Niemand der Beteiligten war schuld an der Situation, es ist halt eine Vereinbarung der Gesellschaft, dass alte Leute zuhause nur Dreck machen und die Abläufe stören. So sind wir Deutschen halt, Weltmeister der Effizienz. Aber die Amerikaner sind schlecht zu ihren Negern.

Michael Moore kann natürlich nichts dafür, wie seine Filme hier ankommen. Er liebt sein Land und hätte es nur gern etwas gerechter, etwas menschlicher. Und auch wenn er immer mehr Gegenwind erhält wegen seines großzügigen Umgangs mit Fakten, wegen der großen moralischen Keule, die er mit sich herum trägt: Er ist ein großartiger Filmemacher.

Ich habe klügere Dokumentarfilme gesehen, genauere, leisere. Aber manchmal muss man schreien, manchmal muss man ungerecht sein, wenn man gehört werden will. Michael Moore muss laut sein, weil seine Themen ihm wichtig sind. Ist uns noch etwas wichtig? Außer dem Versagen der Amerikaner?leider nur allzu wahr ich habe die menschenverachtenden schlampen erlebt, die während der arbeitszeit ihre privateinkäufe erledigt haben und zu faul waren, die alten richtig anzuziehen viel lieber ließen sie ihnen das nachthemd den ganzen tag an. kein mensch hat je mit denen gesprochen, die ansprache so nötig gehabt hätten. ja, wenn man noch gehen konn, sich bewegen konnte, das war was anderes, da gehörte man der elite an wenn allerdings nicht, dann war man wirklich in der vorhölle oder vielleicht auch schon im inferno gelandet. gebe gott oder wer immer, dass mir das erspart bleibt.

03.07.2007 um 17:56 Sehr guter Artikel, er betrifft mich in beiden angesprochenen Themen. Ich habe mir vor sechs Wochen das Bein gebrochen und lebe in Florida. Der Bruch war kompliziert und musste operiert werden, drei Monate auf Krücken insgesamt. Die Operation, die Behandlung und die Therapie alles spitzenmässig, auf höchstem Niveau. Allerdings sind meine Frau und ich gut versichert, ich kenne jede Menge Menschen die nicht versichert sind. Allerdings hat jeder ein Recht auf Behandlung in der Notaufnahme, was mit jemanden passiert der sich das Bein bricht weiss ich allerdings nicht. Aber ich kenne viele Menschen die sich um kleinere Dinge einfach nicht kümmern, weil sie nicht versichert sind oder nur schlecht versichert. Also die Zustände hier sind sicherlich stark verbesserungswürdig, wer Kohle hat ist gut dran, wer nicht hat nicht viel zu lachen, aber das ist ja eigentlich überall so. Die Kosten sind teilweise enorm, kurzer Arztbesuch mit zwei Röntgenbildern machen da schon mal 1500 $ aus, wenn das nicht die Krankenkasse übernimmt ist man schnell pleite. Glücklicherweise starb meine Tante nach sehr kurzer Zeit, für einen Menschen der bis ins hohe Alter selbstständig war, war diese Zeit die reinste Folter. Für uns Angehörige übrigens auch. Altersheime sind definitiv (gibt bestimmt auch Ausnahmen, wenn man genügend Geld hat)eine Schande für die deutsche Gesellschaft. Meinen Zividienst hab ich in der Karl Bonhoeffer Nervenklinik absolviert, das ist nochmal ne andere Geschichte, aber auch kein Ruhmesblatt unserer Gesellschaft.

03.07.2007 um 18:02 Gesundheitswesen in den USA ist unterentwickelt. Das mag sein. Schaut man sich aber die Liste der Medizin Nobelpreisträger der vergangenen Jahrzehnte an, fällt auf, dass die Deutschen der weltweiten Medizin nicht allzu viel gegeben haben.

forschungspolitik und gesundheitssysteme sollte man denn doch mal auseinanderhalten. fällt dir nicht auf, dass bei den amerikanern einige nicht gerade amerikanisch klingende namen dabei sind ?

und ich bin doch ganz froh, nicht jedesmal überlegen zu müssen, ob ich mir den arztbesuch überhaupt leisten kann.

03.07.2007 um 18:12 Heiligt der Zweck die Mittel und Propaganda für ein Ziel ist gerechtfertigt? Ich tue mich damit schwer, auch wenn ich noch keine genaue Auflistung der kreativen Freiheiten von Sicko kenne.
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