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Anlass ist die von der Zeitung wiederholt verwendete Vokabel vom Staatsfunk: Immer wieder druckt Ihr dieses böse Wort vom Staatsrundfunk. Wo es doch in Deutschland seit dem Fall der Mauer gar keinen mehr gibt. Denn glaubt es oder nicht der Rundfunk ist in unserem demokratischen Land staatsfern organisiert. Das will die Verfassung so und die Richter am Bundesverfassungsgericht erst Recht. Und irgendwie verstehen wir nicht, warum Ihr das nicht versteht.“

Auch der Journalist Stefan Fries kritisiert anhand von Beispielen die regelmäßig auftretenden Staatsfunk“ Schmähungen. Diese seien fern von Meinungsäußerung und hätten Methode: Es handelt sich in der Permanenz dieser Zuschreibungen vielmehr um eine Kampagne gegen die öffentlich rechtlichen Medien.“

2. Risiko für die Meinungsfreiheit

Pascal Beucker kommentiert in der taz“ den Entzug der Akkreditierungen einiger G20 Journalisten. Von keinem der vor dem G20 Gipfel beschuldigten Journalisten sei eine Gefahr ausgegangen. Das Sicherheitsrisiko hätte vielmehr an anderer Stelle bestanden: Wenn also jemand im Zusammenhang mit dem Hamburger G20 Gipfel als Sicherheitsrisiko“ eingeschätzt werden kann, dann neben dem Bundeskriminalamt wohl vor allem das Bundespresseamt mit seinem Leiter Seibert. Denn dessen fragwürdiges Agieren war und ist ganz sicher ein Risiko für die Presse und Meinungsfreiheit.“

Als es in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ hieß, der Rundfunkbeitrag würde von 17,50 auf 21 steigen, war die Empörung groß. Dabei liegt dem die Modellrechnung zugrunde, was passieren würde, wenn man den Beitrag Jahr für Jahr fix um jeweils 1,75 Prozent anhöbe. Dann wäre er 2029 nämlich glatte 20 Prozent teurer. Die Idee, den Beitrag an einen Index zu koppeln, sei jedoch längst nicht beschlossene Sache und werde auch intern kritisch gesehen. Wie und ob die Idee einer Indexierung weiterverfolgt wird, werde sich erst beim Treffen der Intendanten im September erweisen. Das Ergebnis: In Zeiten sinkender Auflagen ist Werbung noch dichter geworden und macht beim Spitzenreiter Zeit Magazin“ ein Viertel aus. Danach kämen die Finanzmagazine brand eins“ und die Wirtschaftswoche“. Hier würden die Werber einkommensstarke Leser erwarten und besonders gern inserieren.

Titanic“ Redakteur Leo Fischer wurde jüngst vom Zeit Magazin“ gebeten, für eine Woche als Gast Twitterer“ zu fungieren. Eine Ehre, die vor ihm schon viele führende Journalisten“ innehatten. Nach einigen satirisch eher harmlosen Tweets drehte Fischer auf und meldete den Tod des Ex Fußballprofis Mehmet Scholl und einen Atomangriff auf die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang. Im Interview plaudert er über seinen anschließenden Rauswurf, Medien und Medienmacher, brennende Autos und dickmachende Burger. Zum Abschied gibt er dem Interviewer von der Frankfurter Rundschau“ noch seine persönliche Wertung über dessen Arbeitgeber mit auf den Weg: Ich vergleiche die FR gerne mit Monica Lierhaus. Erst sehr beliebt, dann eine schreckliche Katastrophe.
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