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Drill zum Musterkind

In Japan unterliegen Kinder einem besonders extremen Anpassungsdruck. Nur dem, der zu den Besten seines Jahrgangs gehört und sein Studium an einer Top Universität absolviert hat, steht ein erstrangiger Arbeitsplatz bei den großen Konzernen zu. Mit diesem Hintergedanken beginnen Eltern, ihre Sprösslinge bereits im Windelalter zu drillen. Oft können Kinder mit einem Jahr bereits lesen und sprechen im Alter von zwei Jahren schon eine Fremdsprache.

So extrem ist es in Deutschland noch nicht, aber offenbar wird die Grenze vom Fördern zum berfordern häufig genug überschritten“, so Ulrich Knölker, Leiter der Lübecker Uniklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Die Erwartungen, denen sich Kinder ausgesetzt fühlen, steigen jedenfalls immer weiter an, fand die Uni Bielefeld in einer Studie heraus. Demnach waren es 1986 noch 33 Prozent der Jungen und 45 Prozent der Mädchen, die glaubten, im Leben mehr erreichen zu sollen als ihre Eltern. Zehn Jahre später dachten bereits 38 Prozent der Jungen und 52 Prozent der Mädchen so.

Folgende Ursachen für berforderung sind bekannt:Manche Eltern verlangen von ihren Kindern in der Schule und auf allen anderen Gebieten immer nur Höchstleistungen. Sie stellen ihnen einen Terminkalender zusammen, der zwischen Hausaufgaben, Sportverein und Musikunterricht kaum mehr Zeit zum Spielen und Träumen lässt. Auf Grund des elterlichen Ehrgeizes kann es passieren, dass ein Kind, das eigentlich in die Hauptschule gehen sollte, auf dem Gymnasium landet“, berichtet Knölker. Kinder fliehen dann vor neuen Aufgaben aus Furcht, sie könnten es ja doch nie ganz recht machen. Zehn Prozent der 13 bis 15 Jährigen mussten 1996 eine Klasse wiederholen, für fast 17 Prozent war die Versetzung gefährdet, so die Studie der Uni Bielefeld. Eltern sind stolz darauf, wenn ihr Nachwuchs keine Aggressionen oder Trotzreaktionen zeigt. Sie erledigen ihre Aufgaben zu schnell und folglich nur noch oberflächlich, machen dabei Fehler und haben große Angst, etwas in einer vorgeschriebenen Zeit nicht zu schaffen. Die Konzentration schwindet, das Handeln erfolgt nur noch gehemmt. Sind die Eltern zu fürsorglich, so haben ihre Kinder zu wenige Erfolgserlebnisse. Muss ein Kind keine Probleme lösen, hat es auch keine Selbstbestätigung und lernt nicht, mit Konflikten umzugehen. Niemand sagt: Hör auf damit, das ist nicht gut für dich.“ Das ist für das Kind eine Kränkung, weil es das Gefühl hat, nicht wahrgenommen zu werden. Sie fürchten sich vor Geistern. Zeigen Eltern dafür kein Verständnis und helfen nicht, die ngste zu überwinden, so überfordert das ihr Kind. Doch für sie sind die häuslichen Konflikte unberechenbar. Kindern, die so aufwachsen, fehlt die Sicherheit, die für eine gute Entwicklung erforderlich ist. Sie lernen nicht, eigene Bedürfnisse zu entwickeln und ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.

Doch dabei bleibt es nicht lange, denn wenn die Seele auf Dauer im Ungleichgewicht ist, so zeigt bald auch der Körper Reaktionen. Sie vergraben sich zu Hause in ihrem Zimmer oder vor dem Fernseher. Oft essen sie viele Süßigkeiten und nehmen dadurch schnell zu. Bereits bei Kleinkindern können depressive Verstimmungen auftreten, die sich durch schnelles Weinen, leichtes Gekränktsein und Spielunlust äußern können“, sagt Psychotherapeut Ulrich Knölker. Häufig tritt dieses Symptom auf, wenn Eltern sich scheiden lassen.
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