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Bin ganz neu hier, habe auch schon ein bisschen gestöbert und habe nun eine Frage an euch:

Wir möchten einen 100Jahre alten Bauernhof kaufen. Wohngebäude und Scheune sind gut in Schuss und bis auf Renovieren und Elektrik austauschen wird nicht viel zu machen sein. Nun möchten wir die angrenzende Scheune als Wohnraum nutzen. Es existiert bereits ein Gäste WC, das auf das Stalldach gebaut wurde und quasi in die Scheune hineinragt. Das restliche Dach des Stalles ist in der Scheune und genau darauf möchten wir ein Zimmer errichten. Ich hoffe, ich konnte das verständlich beschreiben. Nun habe ich beim Stöbern öfter gelesen, dass das von einem Statiker und Bauamt genehmigt werden muss. Entschuldigt meine eventuelle Blauäugigkeit, aber muss ich das dort wirklich melden? Ich meine, es ist meine Scheune, und wenn ich im Haus eine Wnd umsetze muss doch auch nicht gleich der Statiker anrücken. Und dann habe ich gelesen, dass Dämmrichtlinien eingehalten werden müssen?! Das ist doch meine Sache, wie ich den Raum dämme oder? Kommt ja auch auf die Nutzung drauf an.

also,in seinen eigenen 4 Wänden kann man tun, was man denkt zu tun. Wenn es „baubedingte Unfälle“ gibt, greift die private Haftung. Der Schornsteinfeger mahnt Brandschutzsicherheit an, die neue Dämmungsrichtlinie gilt nur im Falle der Vermietung, da kann der evtl. Mieter den Energiepaß einfordern.

und nochmal: „Gehe nicht zu deinem Fürsten, wenn Du nicht gerufen wirst“

Grüssgott Frau „Nachbarin“, Boris

unsere Vorbesitzer haben auch stumpf ein Zimmer und ein WC in die Scheune reingebaut und nicht genehmigen lassen.

Unser Statiker hat mir mal kurz durchgegeben, was er noch gern hätte, um es als Wohnraum zu nutzen (Dachpfetten verstärken, gemauerte Wand mit Fachwerk absichern).

Ich würde mich auf jeden Fall schlau machen und auch nach gängigen Vorschriften bauen. Es soll ja schliesslich halten, schlecht brennen und nicht soviel Heizung kosten,
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oder?

Entweder Du machst es einfach, wenn Du deswegen gut schlafen kannst. Man kann so bauen, dass es nicht so auffällt.

Oder Du stellst eine Bauvoranfrage mit grober Projektskizze, kostet nix und Du weisst woran Du bist.

Ob die Scheune standsicher ist oder nicht, ist dem Bauamt sowieso egal, und man kriegt von denen auch kein Geld zurück, wenn es trotz Bewilligung aus irgendwelchen Gründen nicht geht. Das ist nicht besonders lustig ist schon irgendwo zwischen grob fahrlässig und Rechtsbruch anzusiedeln.

Es ist wie Herr Göbel schreibt: Eine Nutzungsänderung ist genehmigungspflichtig. Rettungswege, Brandschutz, Statik, EnEv etc. sind nicht einfach Dinge, die sich jemand ausgedacht hat um einem das Leben schwer zu machen sondern gründen eben auch auf Mindestanforderungen an das Gebäude um Dich selbst und vor allem auch andere zu schützen.

Bei „baubedingten Unfällen“ greift die private Haftpflicht. Da ist wohl auch eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Wenn Deinem besten Freund samstags beim Helfen ein Balken auf die Nuschel fällt kommt es zum ersten (und gewiss nicht letzten, teuren) Kontakt mit der Berufsgenossenschaft, wo jeder am Bau beteiligte sozusagen „zwangsversichert“ ist egal ob angemeldet oder nicht. Aber lass Dir gesagt sein: wehe wenn nicht.

Auf nicht genehmigte Bauten, Umnutzungen sind Behörden erst einmal gar nicht gut zu sprechen und der Rückbau von Schwarzbauten kommt öfter vor als man denkt. Solltest Du dann doch die Möglichkeit einer nachträglichen Genehmigung erhalten wird es auch nicht lustiger/preiswerter jemanden zu finden der im Nachgang die Bauunterlagen fertigt oder noch besser eine Statik mit Bescheinigung zum Brandschutz ausstellt.

Von den oft berechtigten Empfindlichkeiten mancher Denkmalschutzbehörden, Gebäudeversicherungen, etc. möchte ich gar nicht erst anfangen.

Was ich noch zu Chistophs eindringlichem Beitrag beifügen möchte:

Auch wenn für eine Baumaßnahme kein Bauantrag erforderlich sein solte bzw. verlangt wird die Forderungen der Landesbauordnung hinsichtlich der Ausführung der Arbeiten, also Statik, Brandschutz, Schall und Wärmeschutz usw. müssen in jedem Fall eingehalten werden, auch wenn das keiner vom Amt kontrolliert.

Immerhin geht es hier um Sicherheit und Gesundheit der jetzigen und der zukünftigen Bewohner. abbrennt, ist jede Versicherung sehr zugeknöpft wenn es um die Auszahlung der Versicherungssume geht.

Spätestens dann können eigene Auslegungen der technischen Regeln böse finanzielle Folgen haben, wenn nicht auch noch strafrechtliche.
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